Norderney (früher ostfriesisch Ny norderoghe oder Norder neye oog für Nordens neue Insel) ist von Westen gesehen die dritte der sieben zu Niedersachsen gehörenden ostfriesischen Inseln, und von der Fläche nach Borkum die zweitgrößte der in der Deutschen Bucht dem niedersächsischen Festland vorgelagerten Inseln. Die Stadt Norderney, die mit knapp 6000 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2006) zum Landkreis Aurich gehört, nimmt den gesamten Westteil der Insel ein. Norderney wurde 1797 das erste Seebad an der deutschen Nordseeküste. Zur Stadt, der im Jahre 1948 die Stadtrechte verliehen wurden, gehören die beiden Ortsteile Fischerhafen und die Siedlung Nordhelm. Der gesamte östliche Teil Norderneys gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Die Ostfriesland vorgelagerten Inseln waren nicht wie die Nordfriesichen Inseln mit dem Festland verbunden. Vor etwa 10.000 Jahren erstreckte sich das Festland noch weit in die Nordsee hinein bis zur Doggerbank und zur englischen Küste. Als Folge der Eisschmelze nach der letzten Eiszeit und des dadurch bedingten Anstiegs des Meeresniveaus begann eine Überflutung des Gebietes, welches die heutige Deutsche Bucht bildet. Durch die Interaktion von Strömung, Wasser und Wind lagerte sich etwa zur Zeitenwende Sand ab, der sich im Laufe der nächsten Jahrhunderte zu Sandbänken anhäufte. Die Sandbänke, die auch bei Flut nicht mehr überschwemmt wurden (siehe Kachelotplate) bildeten den idealen Boden für diverse Pflanzen, welche mit ihren Wurzeln als Bodenbefestiger fungierten. Dieser Bewuchs erleichterte die Bildung von Dünen und ermöglichte so das Wachstum der Insel.
(Quelle: Wikipedia)