Andorra la Vella (katalanisch für „Alt-Andorra“; spanisch Andorra la Vieja, französisch Andorre-la-Vieille) ist die Hauptstadt und mit 23.380 (Stand 31. Dezember 2009) Einwohnern zugleich einzige Stadt Andorras. Sie ist die höchstgelegene Hauptstadt Europas.
Andorra la Vella befindet sich im Südwesten des Staates Andorra in den östlichen Pyrenäen am Zusammenfluss der beiden Gebirgsbäche Valira d’Ordino (auch Valira del Nord) und Valira d’Encamp (auch Valira d’Orient) zum Fluss Valira.
Das genaue Gründungsdatum der Stadt ist unbekannt; mit Sicherheit aber wurde sie bereits in vorchristlicher Zeit gegründet, wahrscheinlich von den Andosinen. Seit 1287 als durch eine Zusammenlegung der französischen und katalanischen Oberhoheit in diesem Gebiet Andorra entstand, war Andorra la Vella praktisch die Hauptstadt des neuen Staates, da ihr besondere Rechte gegenüber den anderen andorranischen Ortschaften eingeräumt wurden. Einige Straßen und Gebäude in der Altstadt stammen noch aus dieser Zeit. Das bemerkenswerteste Gebäude ist die ‚‚Casa de la Vall’’, erbaut im frühen 16. Jahrhundert, seit 1707 das Parlamentshaus. Andorra la Vella war während dieser Zeit die Hauptstadt eines großen und isolierten Feudalstaates.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Andorra missachtet und war auch nicht Teil des Versailler Vertrages. Nach politischen Tumulten und einem Putschversuch von König Boris I. entwickelte sich langsam eine lockere Demokratie.
Seit 1993 besitzt Andorra eine eigene Verfassung. Diese legt fest, dass der Sitz der Regierung in Andorra la Vella liegt, das dadurch auch offiziell zur Hauptstadt wurde. Währenddessen entwickelte sich Andorra la Vella zu einer Steueroase, woraufhin ein modernes Bankwesen aufgebaut werden konnte. Des weiteren entwickelte sich der Wintertourismus. Auf einer Höhe von 1.013 Meter gelegen ist es ein beliebtes Skigebiet.
Andorra la Vella besitzt einige Schmuckstücke mittelalterlicher Architektur:
(Quelle: Wikipedia)
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