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Tag 08: Cinque Terre - malerische Wanderung

Cinque Terre Wanderung - WegweiserSamstag, 08.09.2007
Eine Wanderung durch die Cinque Terre ist wirklich empfehlenswert und jede Anstrengung wert. Es sollte aber unbedingt (!) festes Schuhwerk bevorzugt werden, da der Weg manchmal schon recht steinig und unwegsam ist. Auch genug Wasser (min. 2 Liter Wasser pro Person) nicht vergessen, gerade im Sommer bei großer Hitze, kann der Weg schweißtreibend sein!!!

Der Küstenabschnitt der Cinque Terre ist wohl mit Abstand der schönste von ganz Ligurien. Die fünf Dörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore schmiegen sich eng an die steilen Felsklippen und sind nicht mit dem Auto erreichbar. Dennoch sind die Dörfer und der Wanderweg der Cinque Terre gerade in der Ferienzeit wirklich überlaufen. In den Orten kann es vorkommen, dass man sich mit Scharen anderer Touristen durch die engen Gassen drängeln muss.

Unsere Wanderung bezieht sich nur auf den Abschnitt zwischen den Orten Corniglia über Vernazza bis nach Monterosso al Mare.

Da wir immernoch auf dem Campingplatz "La Sfinge" wohnten, fuhren wir mit der Bahn von Deiva Marina nach Corniglia. Die Fahrkarte kostete 2007 pro Person 2,20 Euro. Um die Küstenwanderwege der Cinque Terre benutzen zu dürfen, benötigt man die Cinque Terre-Card. Mit der Card kann man die Bahn zwischen den Dörfern so oft benutzen wie man will und braucht also keine extra Fahrkarte. Es gibt die Card in vier verschiedenen Ausprägungen mit Gültigkeiten von einem, zwei, drei und sieben Tagen, die natürlich auch unterschiedlichen Preisen unterliegen.

Hier die Preisliste:

  • Cinque Terre Card - Gültigkeit "1 Tag":  5,00 Euro
  • Cinque Terre Card - Gültigkeit "2 Tage": 8,00 Euro
  • Cinque Terre Card - Gültigkeit "3 Tage": 10,00 Euro
  • Cinque Terre Card - Gültigkeit "7 Tage": 20,00 Euro

Es bringt übrigens nichts, wenn man versucht sich ohne die Card über die Küstenwanderwege zu schummeln. Sobald man eines der Dörfer über den Wanderweg verläßt, kommt man an einem Kontroll-Stand vorbei, an dem man die Card vorzeigen muss. Sonst darf man nicht weiter!!! Man kann die Card allerdings auch an diesen Ständen kaufen.

Der Bahnhof von Corniglia liegt 100 m unterhalb des Dorfes und so mussten Treppe nach Cornigliawir erstmal über eine endlose Treppe in das Dorf hinaufsteigen. Wir waren also schon schweißgebadet bevor wir die eigentliche Wanderung begannen; wir hatten uns auch mal wieder einen extrem heißen Tag mit strahlend blauen Himmel ausgesucht.

Oben in Corniglia angekommen, erwarteten uns jedoch wunderschöne alte, enge und vor allem schattige Gassen. Durch die man gemütlich schlendern kann. Gasse in CornigliaCorniglia liegt als einziges Dorf der Cinque Terre nicht direkt am Meer, sondern auf einer Bergvorsprung, umgeben von wunderschönen Weinbergen und einer Klippe zum Meer. Viele Häuser in Corniglia sind hübsch saniert, andere zeigen sich jedoch mit uralter Fassade, die einen schnell ins Mittelalter zurückversetzt. Blick in die TiefeBald kamen wir an einen Wegweiser und wir wendeten uns in Richtung Vernazza und Monterosso al Mare. Mitten im Ort gibt es eine kleine Aussichtsplattform - Belvedere Santa Maria - von der man aus einen herlichen Blick auf die ligurische Küste und auch in die Tiefe hat - es bietet sich an hier eine kleine Pause einzulegen, denn kurz danach verläßt der Wanderweg den Ort.

Unterwegs findet man immerwieder Plätze an dem sich dutzende Katzen tummeln. Manche davon sehr krank und man sollte es vermeiden, die Katzen zu streicheln - wenn man keine Flöhe oder Zecken haben möchte. Dennoch lieben die Anwohner die Katzen anscheinend, denn an diesen Plätzen werden Schälchen mit Futter abgestellt, Weg durch Vernazzadie auch regelmäßig gefüllt werden.

Nach ca. 2 Stunden Fussmarsch erreichten wir den Ort Vernazza. Schon von weitem sahen wir die kleine Burg Doria auf ihrem Felsvorsprung. Vernazza ist eines der noch erhaltenen alten Fischerdörfer der ligurischen Riviera. Heike in VernazzaEs ging mal wieder durch viele kleine und wirklich schmale Gassen treppauf und treppab. Auch hier ist es in den Gassen wieder herlich kühl. Der Weg führte uns dann direkt zu der kleinen Pfarrkirche Santa Margherita d'Antiochia, die direkt an dem kleinen Strand liegt.

Die Wallfahrtskirche Nostra Signora di Reggio, die oberhalb des Ortes Vernazza liegt, erreicht man zu Fuss in einer Stunde. Jo auf dem Weg nach Monterosso al MareWir haben uns die Kirche nicht angesehen und führten unseren Weg weiter in Richtung Monterosso al Mare weiter.

Der Weg von Vernazza nach Monterosso al Mare war wesentlich anstrengender und unwegsamer als der Weg von Corniglia nach Vernazza. Es ging fast ausschließlich Treppen aus Fels gehauen auf und ab.Weg nach Monterosso al Mare Mal wurde der Weg extrem schmal und war fast nicht mehr als ein Trampelpfad, manchmal führte er zu dem direkt an einem tiefen Abhang entlang. Dennoch hat mir dieses Teilstück unserer Cinque Terre Wandertour wesentlich besser gefallen, als der erste Weg. Von Vernazza nach Monterosso al MareUnd natürlich hat man hier wieder einen fantastischen Blick auf die ligurische Riviera.

Nach ca. 2,5 Stunden (wir haben uns Zeit gelassen und oft einfach nur die Aussicht genossen!) sahen wir dann unter uns liegend den Ort Monterosso al Mare umgeben von Weinreben, Weinberg bei Monterosso al MareOlivenbäumen und dem blauen Meer. Der Weg geht dann irgendwo eine wahnsinnig lange Treppe mit sehr hohen Stufen steil bergab. Unten angekommen, wird der Weg bald breiter bis er in eine geteerte Straße übergeht, die zu einem Hotel oberhalb des Weges führt. Unterhalb des Weges liegt das Meer. Grotte vor Monterosso al MareDas Wasser lädt zum baden ein und viele legen die Badehandtücher direkt auf die Felsen oder springen von einem der riesigen Felsen in das kühle Nass.

Der Ort Monterosso al Mare ist der größte der Cinque Terre Orte. Hier gibt es auch wieder mit dem Auto befahrbare Straßen, allerdings dürfen nur Einheimische direkt in den Ort fahren. Touristen müssen auf einem Parkplatz ausserhalb des Ortes parken. Es gibt oben am Berg einen Informationsstand, an dem man einen Parkplatz buchen kann. Sonst besteht die Möglichkeit gar keinen Stellplatz zu finden.

Der Ort teilt sich in zwei Teile, getrennt durch einen Felsvorsprung am Meer mit dem mittelalterlichen Turm Aurora. Durch den Fels führt ein Tunnel, Tunnel Monterosso al Mareder die beiden Ortsteile verbindet. Der Wanderweg endet im neuen Teil des Ortes mit dem langen Sandstrand Fegina. Der alte Ortskern von Monterosso al Mare wird von der alten Burg mit den ehemals 13 Türmen dominiert. Drei der Türme sind heute noch erhalten und einer davon dient als Glockenturm der Kirche San Giovanni. Direkt daneben befindet sich das Oratorium der Confraternita dei Neri (der schwarzen Bruderschaft).

Auch gibt es hier wieder eine alte Wallfahrtskirche - Nostra Signora di Soviore. Die Kirche liegt oberhalb des Ortes auf dem Berg.

Wir haben uns den Ort noch ein bißchen angesehen. Hier gibt es viele kleine Läden und Kioske sowie Eiskaffees - wer kann schon zu italienischem Eis nein sagen?! :-))

Wir suchten aber dann schon bald den Bahnhof auf und fuhren Richtung Deiva Marina und von dort mit dem Shuttle zu unserem Campingplatz.

Der Tag war wiedermal wirklich gelungen. Zwar ärgert es ein bißchen, da man für einen Wanderweg auch noch Eintritt zahlen muss, aber im Verhältnis zu der Aussicht und den schönen Orten ist der Beitrag doch relativ gering. Ausserdem macht die Verbindung der Cinque Terre Card mit den Bahnfahrkarten den Ausflug doch recht unkompliziert.

Vielleicht gibt es ja jemanden von euch, der die anderen Strecken zwischen den Orten Corniglia, Manarola und Riomaggiore gewandert ist. Wir würden uns sehr über eine Beschreibung der Strecke freuen!!! :-)

Auf bald, eure Heike

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