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Klimainformationen zur Antarktis

Der antarktische Kontinent ist in jeder Hinsicht ein klimatischer Extremfall. Die Westantarktis hat eine zerklüftete und in mehrere Halbinseln gegliederte Oberfläche, die hauptsächlich mit einem Eispanzer überzogen ist. Das Klima ist stärker ozeanisch geprägt, weshalb auch die Temperaturen nicht so extrem wie in der Ostantarktis sind.

Die Oberfläche der Ostantarktis besteht aus einem einzigen, riesigen Eispanzer. Das Klima ist kontinental und nur wenig vom Meer geprägt, was zu extremen Temperaturen von bis zu - 88,3°C führt.

Die inländische Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei −55 Grad Celsius. Die Monatsmitteltemperaturen variieren aufgrund der Tageslänge. In der Polarnacht im antarktischen Winter scheint die Sonne gar nicht, im antarktischen Sommer hingegen 24 Stunden am Tag. Auf dem Polarplateau erreichen die Temperaturen zwischen −40 und −68 Grad Celsius und an der Küste zwischen ca. −18 Grad Celsius im Juni und einigen Grad über Null im wärmsten Monat Januar.

98% der Antarktis ist von Schnee und Eis bedeckt, deren Albedo den größten Teil der eingestrahlten Sonnenenergie reflektieren. Äußerst niedrige Lufttemperaturen bedingen, dass die Antarktis die trockenste Wüste der Erde ist; da Wasserdampf das wirksamste Treibhausgas ist, führt dies zu einer hohen Wärmeabstrahlung ins All. Die Antarktis ist der Kontinent mit der höchsten durchschnittlichen Erhebung, was in Kombination mit der über den Polen nur 8 km dicken Troposphäre ein weiterer Faktor für die dort außergewöhnlich niedrigen Temperaturen ist.

Die tiefste jemals auf der Erde in der freien Natur gemessene Temperatur betrug −89,2 Grad Celsius, und wurde am 21. Juli 1983 von der sowjetischen Wostok-Station auf dem Polarplateau, das häufig auch als Zentralplateau bezeichnet wird, aufgezeichnet. Aufgrund dieser Temperaturverhältnisse gibt es nur wenige antarktische Seen und einen einzigen, wenn auch nur temporären Fluss, den Onyx River. Trotz der großen Kälte finden sich in der Antarktis eisfreie Zonen wie die Bunger-Oase.

In der Regel handelt es sich bei den antarktischen Niederschlägen um Schnee. Im Jahresdurchschnitt sind das etwas über 40 l/m2 im Inneren des Erdteils. Nach niederschlagsorientierter Definition sind diese Gebiete also eine Wüste (und zwar die größte der Welt). Zur Küste hin nimmt der Schneefall jedoch deutlich zu.

Die Pol-Lage und die vom Polarplateau zur Küste hin wehenden katabatischen Fallwinde wirken nicht nur auf den Kontinent selbst bestimmend, sondern auch auf das angrenzende Polarmeer. Im Juli 1972 wurde bei der Dumont-d’Urville-Station eine Windgeschwindigkeit von 327 km/h (91 m/s) gemessen.

(Quelle: Wikipedia)
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