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Barcelona, 04.04.2008, Teil 2 - Die Suche nach dem eisernen Drachen

Parc del Palau de Pedralbes.... und da waren wir!

Als wir an der Haltestelle Palau Reial ausstiegen, ragte hinter uns die Universität von Barcelona im Stadtteil Les Corts auf. Vor uns lag eine unglaublich breite Straße und auf der anderen Seite sahen wir den Haupteingang des Parc del Palau de Pedralbes.

Parc del Palau de PedralbesDas Gelände dieser wunderschön angelegten Parkanlage wurde von der Familie Güell gestiftet. Darauf entstand im Jahre 1919 der Königspalast, der dem König bei seinen Besuchen in Barcelona ein königliches Quartier bieten sollte. Leider residierte nur Alfonso XIII, als einzigster König, je in diesem Gebäude. 1931 gingen Palast und Park in den Besitz der Stadt über. Erst 1960 wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In dem Palast befindet sich heute das Museu de Ceràmica und das Museu de les Arts Decoratives.

Parc del Palau de PedralbesWir stiefelten also in diesen Park hinein und wären wir nicht im April hier gewesen und die Bäume und alle Blumen hätten schon geblüht, dann wäre es sicher ein wunderschöner Park gewesen. Die Anlage ist wirklich sehr schön angelegt, aber uns erschien der Park düster und kahl. Was bestimmt zu 90% daran lag, dass viele Bäume noch keine Blätter hatten und der Himmel ziemlich bedeckt war. Und... es war echt kalt!!!

Aber wir hatten uns ja zu diesem Park aufgemacht, um den eisernen Drachen zu finden. Dieser sollte an den Toren zu den Pavellons Güell zu finden sein. Aber hier war nix! Es war wie verhext! Parc del Palau de PedralbesWir liefen durch diesen Park und fanden zwar die Pavellons, aber nicht den Drachen. Der Drache war nicht da. Hatten wir den falschen Park erwischt? Ne... diesesmal hatte ich richtig gelesen und es gab ja auch die Pavellons, aber wo war der Drache? Nach einer knappen Stunde, in der wir durch diesen Park gestöbert sind, gaben wir dann auf. Der Drache war nicht da... Wir waren enttäuscht, hungrig und müde. Wir mussten noch packen und zurück zum Hotel, denn morgen sollte ja unser Flug nach hause gehen. Wenigstens eines hatte unsere Suche nach dem Drachen gebracht, haben wir das eine oder andere Skurile oder wirklich Schöne zu sehen bekommen. Dieser mit Blauregen bewachsene Baldachin zum Beispiel, der im gesamten Park einen unglaublichen Duft verbreitete. Parc del Palau de PedralbesDarunter befand sich auch promt ein knutschendes Pärchen. Skuril war ein Brunnen, in dem das Schwimmen verboten war. Nur, der Brunnen war wirklich nicht wirklich groß und schwimmen wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

Irgendwann beschlossen wir dann zum Hostel aufzubrechen, aber vorher noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadtteile Pedralbes und Sarrià zu machen. DER EISERNE DRACHEEs ging also am rechten Seiteneingang aus dem Park hinaus und dann nach links die kleine schmale Carrer F. Primo de Rivera hinein. Diese gingen wir bis zu Schluß und dann nach rechts in die noch kleinere Carrer de George R. Collins hinein und standen dann am Eingang der Pavellons Güell. Bisher hatten wir nur die Türme der Pavellons gesehen und fandenGaudìs Drache diese eigentlich gegenüber dem ganzen anderen Modernisme-Bauwerk nicht mehr besonders aufregend. Ich las im Reiseführer, was es hier sonst noch zu sehen gab und erkundete wo wir langgehen würden, sah hoch und da war er! DER DRACHE! Jo hatte ihn auch schon gesehen! Der Drache war nicht "im Park" zufinden gewesen, er war ausserhalb des Parks am Eingang zu den Toren des Pavillons. Und der Drache war wirklich sehenswert! So prangte er da und wachte mit seinen spitzen Krallen und der gespaltenen Zunge vor denen, die es abzuwehren galt. Ein wahrlich gelunges Meisterwerk des Gaudì. Der geschwungene Hals und die schlanken Krallen sollten sich bewegen, sobald das Tor bewegt wird, was wir leider nicht zu sehen bekamen, aber wir fotographierten den Drachen von allen Seiten und jedes Detail.

So hatten wir den Drachen also doch noch gefunden und nach guten 30 Minuten Fotosession machten wir uns auf den Weg durch das Stadtteil Pedralbes. Wir liefen vom Drachen aus nach links weiter die Avinguda de Pedralbes hinauf. Monestir de Santa Maria de PedralbesIrgendwann teilt sich die Straße nach links und nach rechts, wo wir dann nach rechts und dann gleich wieder links in die winzige Carrer J. Orpi abbogen. Hier standen wir dann am Eingang zu dem uralten Kloster Bda. del Monastir oder auch Monestir de Santa Marìa de Pedralbes. Geht man durch den Torboden die kleine Gasse hinauf, fühlt man sich knapp 700 Jahre zurückversetzt. Mit etwas Fantasie kann man sich fast das Leben hier um 1326 vorstellen, welches die Nonnen hier führten. Das Kloster ist eines der ältesten Gebäude und zudem noch eines der besten Bauten der katalanischen Gotik in Barcelona.

Die enge Gasse mündet dann vor einer breiten und hohen Steintreppe, auf der sich regelmäßig ein Monestir de Santa Maria de Pedralbespaar Jugendliche zum kiffen treffen. Auf jedenfall erzählten das die Nebelschwaden, die uns entgegenwehten. Die Treppe hinauf und hinter dem Torbogen nach rechts, ein Stückchen gerade aus und dann wieder nach rechts in die Av. d'Espassa hinein. Hier wieder ein kurzes Stück und dann nach links in die Carrer del Monestir hinein. Hier immer gerade aus. In dieser Straße befindet sich eine schöne Villa neben der anderen. Die Gärten sind geschmückt mit einer Vielzahl an schönen Blumen. Der Stadtteil Sarrià ist wie ein kleines wohlhabendes Dorf am Rande einer Großstadt. Irgendwann geht diese Strasse dann in die R. Miquel i Planas über und dann biegt man nach rechts in die Carrer Major de Sarrià ab. Hier beginnt eine sehr gemütliche Fußgängerzone mit vielen kleinen Geschäften und Schlemmersupermärkten. Ein Einkaufsbummel ist hier absolut angebracht. Wir waren leider schon viel zu spät drann und sind dann nach links in die Carrer d'Ivorra J. Piquet abgebogen, wo wir dann direkt zur Bahnhaltestelle Sarrià kamen. Von dort aus sind wir dann mit der Bahn zum Placa Catalunya gefahren und dann zurück ins Hostel.

Auch dieser Tag war durchaus gelungen. Wir hatten den Drachen gefunden und auch die Umgebung von Barcelona ein wenig ausgekunschaftet.

Am nächsten Tag sollte unsere Abreise sein und so blieb uns an diesem Tag nicht mehr viel. So packten wir abends wehmütig unsere Rucksäcke und vielen schon bald in unser Bett.

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