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Barcelona, 02.04.2008 - Von den Rambles zum Arc de Triomf

Obststand, La Boqueria... der Tag begann um 08:00 Uhr mit einem schrecklich lauten Gehäule, 4 x Klack Klack und Ruhe und dann fing alles von vorne an.
Bis heute haben wir nicht herausbekommen, was uns da jeden Morgen aus den Federn gerissen hatte. Wir vermuten, die Geräusche kamen von der nicht weit entfernten Markthalle Boqueria de Sant Josep, aber sicher sind wir nicht. Es kann auch alles andere gewesen sein. Auf jeden Fall war die Nacht vorbei und einen Wecker brauchten wir nicht ...

Wir beschlossen aufzustehen und nach einer Dusche und einem leckeren Mini-Kaffee aus dem Kaffeeautomaten machten wir uns auf den Weg.
So ruhig es im Inneren des Hostels war, so extrem vielseitig war die Geräuschkulisse der Rambles. Es war als komme eine Wand aus Leben auf einen zu, fegt über einen hinweg und schon ist man mitten im Getümmel. Die Rambles waren anscheinend schon länger wach....

Als erstes führte uns unser Weg in die Markthalle Mercat de la Boqueria. Diese Markthalle ist wirklich sehenswert. Die riesige Anzahl an Obst-, Gewürz-, Fleisch-, Pralinen-, Fisch- und Gemüseständen ist unumstritten ein Schlaraffenland. Aber es sind nicht einfach nur Stände. Jeder Stand, besonders die Obststände sind mit einer solchen Liebe aufgebaut, das Obst mit solcher Sorgfalt in Türmchen, Reihen und Flächen einsortiert und aufgeschichtet. Man wird suchen, aber keine fauligen oder angeditschten Erdbeeren, Kirschen, etc. finden können. Pralinenstand Mercat de la BoqueriaAuch der gleich am Eingang der Markthalle aufgebaute Pralinenstand, ist mit hoher Genauigkeit zum Detail aufgebaut, so dass ich zumindest nicht vorbei gehen konnte, ohne jede einzelne Praline genaustens zu bestaunen. Es gibt dort sogar die grünen Schokoladenfrösche aus Harry Potter! :-)
Aber genug geschwärmt, die Markhalle wurde jeden Morgen unser erstes Ziel, da man sich hier ziemlich abwechslungsreich ein gutes Frühstück besorgen kann. Auch der sehr beliebte und bekannte Bar-Stand Pinotxo ist Teil dieser Markthalle. Wir sind aber nur vorbeigelaufen, da es unglaublich voll um diesen Stand war und wir hatten ja noch mehr an diesem Tag vor.

Aus der Markthalle hinaus zurück auf die Rambles ging es nun ein ganzes Stück in Richtung Placa Catalunya zwischen Strassenkünstlern und Vogel- und Blumenständen entlang. Auf dem Stück Rambla de Canaletes bogen wir nach links in die Carrer dels Tallers ein. Benannt ist diese Strasse nach den hier im Mittelalter angesiedelten Fleischereien, heute findet man hier jedoch eine große Menge an Plattenläden, Läden mit Musikinstrumenten und Tshirt- oder Klamottenläden.
Es ist jedoch auch Vorsicht geboten. Wir befanden uns jetzt schon am Anfang des Stadtviertels El Raval, welches sich zwar so langsam zu einem beliebten Szeneviertel entwickelt, in den frühen Morgenstunden oder des Nachts immer noch sehr gefährlich sein kann. Man sollte eben hier nicht den Touri raushängen lassen!
Von der Carrer del Tallers aus ging es links in die Carrer de Valldonzella und nach einem kurzen Stück wieder links in die Carrer de Montalegre. In dieser Strasse gleich rechts am Anfang befindet sich das Centre de Cultura Contemporànea de Barcelona (CCCB). Pati de les Dones - KachelornamentHier sollte man unbedingt ein Blick den Innenhof Pati de les Dones (Hof der Frauen) werfen. Jede der vier Hauswände ist mit einer Vielzahl von handgemalten Kachelquadraten verziert. Auf jedem Kachelquadrat ist ein anderes Blumenmotiv zu sehen.
Ein kurzes Stück die Strasse weiter hinunter ebenfalls auf der rechten Seite befindet sich das Museu d'Art Contemporani de Barcelona (MACBA). Allein schon die Fensterfassade ist ein buntes Spektakel an moderner Kunst. Wer sich für Stücke aus den 50ger, 60ger und 80ger Jahren interessiert, ist hier sicher gut aufgehoben.
Die Carrer de Montalegre wird hier zur Carrer dels Angels. Vor dem Museum befindet sich die sonnige Placa dels Àngels, der aber eher zu dem ehemaligen Kloster Convent dels Àngels aus dem Jahre 1566 gehört.
Auf der Höhe des Placa dels Àngels geht links die Carrer d'Elisabets ab.
Carrer d'Elisabets - Schlingpflanze Gleich zu Anfang dieser netten kleinen Einkaufsstrasse befindet sich auf der linken Seite ein ganz kleines Kloster. Leider findet man gar nichts darüber in den Reiseführern. Um den Eisengitterzaun rankelt sich eine sehr alte blaublühende Schlingpflanze, die sich mittlerweile mit dicken Ästen um die Gitterstäbe ringelt.
Die Carrer d'Elisabets kann man nun weiter geradeaus entlang bummeln bis zum Placa Bonet, der ein paar nette Cafés beherbergt.

Wir sind wieder auf die Carrer dels Àngels zurückgekehrt und auf ihr bis zur Carrer del Carme gelaufen. Hier sind wir nach links abgebogen.
Ab jetzt sind es nur noch ein paar Schritte und schon kann man nach rechts in einen Durchgang einbiegen, der zum Antic Hospital de la Santa Creu führt.
Im Innenhof oder Garten des ehemaligen Hospitals wachsen dutzende Orangenbäume. Von einer Sekunde auf die andere befanden wir uns umgeben von dem Duft der Orangenblüten. Orangenblüten im Garten des Anitc Hospital de la Santa CreuDer Duft war so stark, dass man meinen könnte, die Blüten gäben sich die größte Mühe den Geruch der Penner zu überduften, die hier leider verteilt auf der Grünfläche des Gartens ein Nickerchen hielten. Leider führten auch diverse Spaziergänger ihre Hunde gassi, so dass man auf seine Füsse achten musste, um nicht mitten in eine Tretmiene zu stapfen.
Durch den Garten einmal hindurch erreicht man den Ausgang an der Carrer de l'Hospital. Wir sind dann rechts abgebogen und bis zum Kreisel gelaufen, an dem die Rambla del Raval beginnt. Hier gibt es eigentlich nichts weiter zu sehen.
Mitten auf den Ramblas befindet sich eine große fette Katze, eine Skulptur von Fernando Botero.
Am Ende der Rambla del Raval sind wir nach rechts in die Carrer de Sant Pau abgebogen. In der Carrer de Sant Pau befindet sich die uralte romanische Kirche Sant Pau del Camp. Leider war die Kirche geschlossen, so dass wir den Kreuzgang nicht besichtigen konnten.
Wir kehrten um und bogen nach ein paar Schritten nach rechts in die Carrer de la Riereta/Carrer de l'Hort de Sant Pau ein. Dieser Strasse folgten wir bis zum Ende und bogen dann nach links in die Carrer Nou da la Rambla ein. Von hier ging es immer nur noch gerade aus bis wir wieder dirket auf die Ramblas kamen.
Eines sollte man sich jedoch nicht entgehen lassen! - wir wären fast vorbei gelaufen... Schornsteine des Palau GüellAm Ende der Carrer Nou de la Rambla auf der rechten Seite befindet sich eines der Werke des Antoni Gaudì: Palau Güell.
Für die Fassade soll Gaudì 25 verschiedene Entwürfe erstellt haben. Dafür sieht das Gebäude von außen jedoch wenig aufregend aus, nur der Eingang mit seinen mit aus Eisen gestalteten Toren und der Adler auf der Weltkugel zwischen den Toren deuten auf ein Kunstwerk Gaudìs hin.
Mit einem Blick nach oben in den Himmel kann man auch die lustig bunt gestalteten Schornsteine erkennen. Wir sind nicht in das Gebäude hineingegangen, welches sich zu verschiedenen Zeiten besichtigen lässt. Wenn wir das nächste Mal nach Barcelona kommen, werden wir uns das sicher aber nicht nochmal entgehen lassen!

Wem nach dieser Tour die Füsse weh tun, dem sei verziehen. Unsere Füsse waren auch schon ganz platt und schrien nach einer Ruhepause, die wir ihnen aber nicht gestattet haben. Statt dessen ging es zurück auf die Rambles in Richtung Placa Catalunya bis auf der rechten Seite die Carrer de la Boqueria abzweigt.
An Casa Bruno Cuadros - Carrer de la Boqueria/Rambla de Sant Josepdieser Ecke befindet sich, die reich mit Regenschirmen und einem übergroßen chinesischem Drachen versehene Casa Bruno Cuadros.
Unser Weg führte uns daran vorbei in die Carrer de la Boqueria hinein und dann gleich wieder rechts in die Carrer d'Aroles. Und schon liefen wir direkt durch das wunderschöne Barri Gòtic, ein Einkaufslabyrinth im Herzen der Altstadt von Barcelona.
Wer shoppen will, wird hier sein Glück finden. Es gibt aber auch das eine oder andere schöne Café oder interessante Bars.

Am Ende der Carrer d'Aroles bogen wir nach links in die Carrer de Ferran ein um dann gleich wieder rechts in die Carrer del Vidre Quintana einzubiegen. Und schon steht man mitten auf dem Placa Reial, dem königlichem Platz. Es gibt hier jede Menge Restaurants, dessen Kellner jeden zum Essen auffordern, der nicht schnell genug hinter die unsichtbare Linie zwischen den Steinpollern kommt. Den Kellnern sei verziehen, sie machen ja nur ihre Arbeit und sind nicht ganz so penetrant, wie auf den Rambles.
Wir gingen weiter die Carrer del Vidre Quintana entlang bis zur Carrer dels Escudellers, dort bogen wir nach links ab, um nach wenigen Metern wieder schräg nach links in die Carrer de N'Ara Cervantes abzubiegen. Balkone im Barri GòticMan sollte hier das eine oder andere Mal nach oben gucken, um die reich bewachsenen und begrünten Balkone zu bewundern.
Von der Carrer de N'Ara Cervantes ging es nach ein paar Schritten nach rechts in die Carrer d'Avinyó. Hier gibt es ein paar schicke Designer-Boutiquen an denen man bequem entlang bummeln kann.
Wenn die Carrer d'Avonyó die Carrer Ample kreuzt, kann man einen kurzen Abstecher nach rechts machen und kommt dann auf den Placa de la Mercé an dessen Kopfende die Eglésia de la Mercé aus dem 18. Jahrhundert steht. Gegenüber der Kirche befindet sich ein Brunnen auf dem Neptun trohnt, an dem wir ein paar Minuten Rast gemacht haben und besonders unseren Füßen ein Verschnaufpause gönnten.
Dann ging es zurück, die Carrer Ample entlang und dann nach links in die Carrer del Regomir. Hier immer gerade aus, geht die Strasse in die Carrer de la Ciutat über und führt direkt auf den Placa de Sant Jaume.
Man kann aber auch einen kleinen Abstecher in die Carrer d'Hèrcules unternehmen, um die kleine Eglésia dels Sants Just i Pastor zu besichtigen.
Wir sind noch ein bißchen anders gelaufen, denn jeder muss das Barri Gòtic für sich entdecken. Also lauft bloß nicht unserer Strecke nach.... :-)

An der Placa de Sant Jaume befindet sich die Casa de la Ciutat (Rathaus) und gegenüber der Palau de la Generalitat.
Von der Placa de Sant Jaume aus ging unser Weg weiter in die Carrer del Bisbe hinein. Carrer del BisbeHier befindet sich eine wunderschöne alt aussehende Brücke, welche aber erst im Jahre 1928 entstanden sein soll. Der Entwurf stammt von Joan Rubió i Bellver. Gerade aus weiter kommt man direkt zur Placa Nova.

Wir sind jedoch irgendwo vorher rechts oder links abgebogen und direkt auf dem kleinen Placa Garriga i Bachs gelandet.
Auf diesem Platz wurden um 1809 Bürger Barcelona's exekutiert, die sich gegen die napoleonische Besetzung aufgelehnt hatten. Die Kachelbilder an den Wänden erinnern an diese blutige Zeit.
Genau gegenüber der Kachelbilder befindet sich der Eingang zum Kreuzgang der Catedral de Santa Eulàlia. Kreuzgang der Catedral de Santa EulàliaEin Schild an der Tür fordert auf spanisch einen Eintritt von 5 €, der jedoch nur für das Museum verlangt wird, dessen Eingang sich innerhalb des Kreuzganges befindet. Die Besichtigung des Kreuzganges selbst ist kostenlos. Wer aber kein spanisch lesen kann, ist hier natürlich aufgeschmissen.
Genauso ging es uns. Wir warfen, wie viele andere Touris auch, nur einen scheuen Blick hinein und gingen weiter. Irgendwann auf dem Rückweg unserer Tour hatten die Aufseher wohl mitbekommen, dass die Touris sich wegen des Schildes nicht in den Kreuzgang trauen und haben es abgenommen.
Im Inneren des Kreuzganges befindet sich ein schöner Garten mit Palmen und Brunnen um den ein paar weiße Gänse herumwatscheln und ganz erpicht auf ein Stück Brot oder nach Keksen sind.
Hier gibt es auch Toiletten, die man aber wirklich nur im äußersten Notfall benutzen sollte. Von Sauberkeit kann hier keine Rede sein.

Kommt man aus dem Kreuzgang wieder hinaus und hält sich sofort rechts und dann gleich wieder rechts, steht man mitten in der Carrer Santa Llúcia. An dieser Ecke saßen zwei Musiker, die auf einem sehr abgefahrenen Instrument spielten. Das Instrument sah aus, wie ein umgedrehter Wok und brachte großartige Klänge heraus, die zwischen den hohen Steinmauern wiederhallten. Diese Musik gab der Umgebung eine ganz besondere Stimmung. Briefkasten in der Carrer Santa Llucia
In der Carrer Santa Llúcia befindet sich auf der linken Seite der Eingang zum Innenhof eines Gebäudes. Aussen an der Mauer sollte man nicht den wunderschönen steinernen Briefkasten übersehen, aber auch der Innenhof des Gebäudes lohnt einen Blick.
Weiter ging es die Carrer Santa Llúcia entlang bis zu ihrem Ende, dann nach links in die Carrer de la Tapineria bis zur Avinguda de la Catedral. Wenn man hier nach links geht, kommt man wieder direkt auf den Placa Nova, wo man gemütlich in einem Café hängen bleiben kann oder einfach auf den Steinstufen der Catedral de Santa Eulàlia ein paar Minuten ausruhen kann, oder man besichtigt einfach die Kirche.

Wir haben die Avinguda de la Catedral einfach nur überquert und sind dann schräg gegenüber in die Carrer del Dr. Joaquim Pou weitergegangen bis zur Via Laietana.
Diese haben wir auch überquert und sind die Strasse nach links weitergegangen, um dann nach einem kurzen Stück nach rechts auf dem Placa de Lluis Millet eines der Tapetenhäuser zu bewundern.
Tapetenhäuser habe ich diese Häuser getauft, da ihre Fassaden aussehen, als seien sie mit einer Tapete beklebt. Während dieses Haus mit seiner Tapete schon etwas schädderig aussah, sollten wir im weiteren Verlauf der Reise feststellen, dass es ebenso wunderbar mintgrüne bis fliederfarbenen Tapetenhäuser in Barcelona gibt. Palau de la Música Catalana

Geht man dann über den Platz einfach gerade aus weiter in die Carrer de Sant Pere mès Alt hinein so steht man plötzlich vor einem Meisterwerk der Modernisme: dem Palau de la Música Catalana oder Palast der Musik.
Dieses Gebäude lohnt es sich länger zu betrachten, da man immer wieder neue Einzelheiten und Besonderheiten in der Fassade entdeckt und nie müde wird, weiter nach Details zu suchen, die man noch nicht bestaunt hat. Gerne hätten wir dieses Gebäude auch von innen besichtigt, soll die fantastische Dekoration innen noch atemberaubender sein. So soll es dort eine nach innengerichtete Glaskuppel aus Buntglas geben, durch die das Licht in wunderbaren Strahlen in den Raum fällt.
Wir waren zu spät dran und so blieb auch dieses Gebäude von uns unbesichtigt. Statt dessen kauften wir uns in einem kleinen Laden auf der rechten Seite ein paar schöne Postkarten, auf denen die Kuppel zu sehen ist.

Es ging weiter auf der Carrer de Sant Pere mès Alt immer gerade aus bis die Strasse eine Kurve nach rechts macht und dann schon bald zur Carrer de les Basses de Sant Pere wird. Wir befinden uns übrigens schon seit der Überquerung der Via Laietana in dem Stadtviertel Sant Pere, welches als ehemaliges Handwerkerviertel gillt. Heute leben hier viele Einwanderer.
Wir gingen die Carrer de les Basses de Sant Pere bis zum Ende und bogen dann nach rechts in die Carrer del Portal Nou ab, um dann gleich wieder nach links in die Carrer dels Tiradors abzubiegen.
Diese gingen wir dann auch bis zum Ende und bogen wieder nach rechts in die breite Carrer del Comerc ab. Nach ein paar Meter ging es dann schon wieder links in den Passeig de Pujades ab.
Jetzt standen wir an der westlichen Ecke des Parc de la Ciutadella. Museu de ZoologiaRechts von uns erschien das riesige Museu de Zoologia mit seiner leuchtturmartigen, gläsernen, blauen Turmspitze, links die gigantische Laternen- und Palmenallee mit dem an ihrem Ende trohnenden Arc de Triomf.
Wir entschlossen uns erstmal, die breite Allee bis zum Triomf hinunter zu schlendern. Unterwegs warfen wir auch noch einen kurzen Blick auf den Palau de la Justícia, der aber gegen den Arc de Triomf eher unscheinbar wirkt. Arc de Triomf
Der Arc de Triomf ist das ehemalige Eingangstor zur Weltausstellung von 1888. Auch hier kann man wieder gut und gerne einige Zeit einfach nur damit verbringen, die Fassade dieses beeindruckenden Triumphbogens zu betrachten.
Der Bogen steht im Zeichen der frühen Modernisme.

Langsam schlenderten wir vom Triumphbogen weg direkt in den Parc de la Ciutadella. Wir waren fertig! Übersättigt an wunderschönen Bauwerken fielen wir direkt auf die erste Wiese im Park und blieben erstmal regungslos einige Zeit dort liegen.
In unseren Füssen pochte das Blut, unsere Beine schrien nach Erholung und unser Magen nach Nahrung! Als wir da so lagen, hätte ich nie gedacht, dass ich mich jemals wieder dazu bringen würde, mich auf meine Beine zu stellen und nur einen Schritt zu machen. Aber es ging, zwar erstmal nur zur nächsten Parkbank, aber es ging... und nachdem wir dort noch eine weitere halbe Stunde gerastet hatten, machten wir einen kleinen Rundgang durch den Park.

Wir entdeckten die Cascada, das Hivernacle, indem ein Café sein sollte, das Umbracle und das steinerne Mammut.
Eigentlich wollten wir im Hivernacle einkehren, um auch unseren Mägen etwas Gutes zu tun, aber das Hivernacle war komplett geschlossen, da es gegenwärtig saniert wird. Parc de la Ciutadella
Naja... wir bewunderten also noch eine zeitlang die wunderschönen blühenden Bäume und die Mangroven in dem kleinen Teich und dann ging es auf den gefürchteten Rückweg.
Wir kamen aus dem Park an seinem südlichen Bogen und überquerten den Passeig de Picasso und gingen direkt in die Carrer de la Ribera hinein. Wir befinden uns übrigens jetzt im Stadtteil La Ribera/El Born.
Wir bogen dann nach rechts in die Placa Comercial ein, um dann nach ein paar Metern wieder nach links in den Passeig del Born abzubiegen. Hier gerade aus und man kommt an der wohl vollkommensten gotischen Kirche Barcelonas vorbei.
Santa Maria del MarDie Santa Maria del Mar ist die Kathedrale des Volkes und genießt große Verehrung. Sie wurde mit tatkräftiger Hilfe vom Volk erbaut und ist dem Schutzheiligem der Seeleute gewidmet.
Es lohnt sich einen Fuss hineinzusetzen und die kühle dunkle Stille auf einer der Kirchenbänke zu genießen. Man kann natürlich auch auf dem Platz vor der Kirche, dem Placa de Santa Maria gemütlich in einem der kleinen Cafés, einen leckeren Cappucino zu sich nehmen.
An der Kirche vorbei über den Platz hinweg ging es wieder nach rechts in die Carrer del Sombrerers hinein, am Ende der Kirche nach links in die Carrer de Montcada.
Diese Strasse gingen wir bis zu ihrem Ende, um dann wiederum nach links in die Carrer dels Corders abzubiegen. Nach viel zu vielen Schritten ging es dann nach rechts in die Carrer dels Mercarders und dann bald wieder rechts in die Carrer d'Avellà.
Jetzt kamen wir direkt auf die Markthalla Mercat Santa Catarina und die Carrer de les Freixures zu. Die Markthalle ist zwar sehenswert, aber wir wollten nur noch ins Hostal.
Also ging es nach links weiter bis wir zu Avinguda de Francesc Cambó kamen, hier bogen wir wieder links ab und liefen weiter gerade aus, überquerten den Placa d'Antoni Maura und kamen wieder auf die Avinguda de la Catedral. Diese liefen wir bis zum Placa Nova entlang und bogen dann wieder nach links in die Carrer del Bisbe ab.
Den folgenden Weg sind wir im Zick Zack durch das Stadtviertel gelaufen. Jeder wird sich fragen, warum... aber naja... unsere Füsse waren eh schon taub, warum also nicht?
Vom Carrer del Bisbe ging es nach rechts in die Carrer del Call, dann wieder nach rechts in die Carrer de Sant Honorat, nach links in die Carrer de Sant Server, nach links in die Carrer del Palau und dann nach rechts wieder in die Carrer del Call und wieder nach rechts in die Carrer dels Banys Nous. Weiter ging es nach ein paar Schritten nach links in die Carrer de la Palla und wieder nach links in die Carrer del Pi. Diese liefen wir bis zur Carrer de la Boqueria und hier gingen wir rechts und waren fast direkt vor unserem Hostal.

Aber! Unsere Mägen schrien mittlerweile schon lauter als unsere wieder wach gewordenen Füsse, also machten wir noch einen Abstecher zum größten Supermarkt der Rambles, um den Abend mit leckeren Chips und ein paar Bier zu beenden. Es war geschafft, es war dunkel und wir vielen nach unserem Einkauf nur noch aufs Bett. Wir waren dermaßen kaputt, dass es unmöglich erschien, den nächsten Tag auch noch zu Fuß zu bewältigen. Aber unsere Tour del Modernisme sollte noch ein weiterer Fussmarsch werden, als der hier beschriebene....

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