... als wir bei unserem Hostel Las Flores aus der Tür traten, waren wir schon mitten im Tumult und mitten in den Ramblas. Das ist Leben!!! Touristen, Einheimische, Strassenkünstler, Blumen- und Vogelstände, Taschendiebe und hupende Autos. Die Ramblas laden zum Bummeln und Schlendern ein. In der Mitte die breite Promenade, rechts und links hinter der Fahrspur reihen sich die kleinen Geschäfte und Bistros aneinander. Dazwischen führen immer wieder kleine Gassen in die umliegenden Stadtteile.
Unser Weg führte uns die Ramblas hinunter in Richtung Placa Portal de la Pau/Monument a Colom und Port Vell. An der Kolumbussäule (Monument a Colom) angekommen, sieht man zur Rechten das Museu Marítim, welches in den ehemaligen Werften untergebracht ist. In der Ferne dahinter erkennt man den Montjuïc.
Überquert man die Stasse/den Kreisel befindet sich man auf einem breiten gepflasterten Platz, zur Linken sieht man dort das alte Gebäude des Port de Barcelona. Weiter geradeaus kommt man direkt zur Rambla del Mar.
Auf diesem breiten Holzsteg direkt am Wasser kann man entspannt ein paar Minuten Sonne genießen. Viele junge und alte Leute nutzen das von der Sonne aufgeheizte Holz und legen sich einfach zum sonnen auf die Panelen und halten dort eine kleine Siesta. Von hier aus hat man auch einen direkten Blick auf den Torre Jaume I, der höchsten Seilbahnstütze der Welt. Der Torre gehört zu der Seilbahn Transbordador Aeri.
Überquert man die Rambla del Mar, gelangt man zum Maremàgnum, dem Einkaufskomplex. Hier haben sich einige Restaurants und Boutiquen eingemietet. Sogar ein deutsches Wurstrestaurant mit Namen Kurz & Gut gibt es dort! Wir haben uns allerdings nicht lange im Maremàgnum aufgehalten. Man könnte jetzt natürlich die Moll d'Espanya entlang spazieren, wir sind jedoch hinter dem Maremàgnum weitergegangen immer am Wasser entlang und vorbei am spektakulären L'Aquarium und dem IMAX-Kino. Zwischendurch gibt es hier immer wieder Bänke auf denen knutschende Pärchen sitzen oder alte Leute eine Verschnaufpause einlegen.
Wir sind weiterhin dem Rand des Hafenbeckens gefolgt vorbei am Museu d'Història de Catalunya. Kurz danach wechselten wir auf die andere Strassenseite des parallel zum Hafenbecken verlaufenden Passeig de Joan de Borbò. Dort gibt es jede Menge kleine Restaurants, die hauptsächlich Fischgerichte anbieten. Von nun an ging es nur noch gerade aus, bis wir den kleinen Placa del Mar erreichten. Und da war der Strand!!!
In voller Länge und Breite mit sauberen Wasser, breiter Strandfläche und hier und da einem Kiosk lag er vor uns. An diesem Tag herrschte Wellengang und bereits einige einheimische Wellenreiter/Surfer nutzten die beachtlichen Wellen, um mit ihren Brettern in den Sommer zu starten. Was uns anging... Jo und ich packten uns erstmal in den Sand und genossen das Wellenrauschen und die herrliche Sonne. Die nächsten 30 bis 45 Minuten verbrachten wir damit die verrückten anderen Touristen zu beobachten, welche in das saukalte Wasser sprangen und in Sekundenbruchteilen unter Quietschen und Jammern auch wieder draussen waren. Wen wird es wundern... es waren deutsche Touristen...
Irgendwann beschlossen wir den Strand noch ein wenig hinunter zu wandern. Der Strand Barcelona's ist ein in 6 Molen künstlich angelegter Strand mit einer breiten Strandpromenade, dem Passeig Marítim de la Barceloneta, an der es sich wunderbar flanieren lässt. Hier und da gibt es kleine Kioske, Bars und Restaurants, die auch schon zu dieser Jahreszeit gut gefüllt waren.
Nach einem guten Stück entlang der Mole Platja de Sant Sebastià und Platja de la Barceloneta wechselten wir auf die Promenade, der wir noch bis zur Einfahrt der Carrer d'Andrea Dorià folgten. Hier machten wir kehrt, obwohl wir jedem empfehlen würden noch stundenlang an diesem herrlichen Strand weiterzulaufen.
Irgendwo an der Promenade sieht man einen merkwürdig windschiefen Turm, der jedoch Kunst darstellen soll - Ein herrliches Motiv für Abstraktion.
Uns jedoch quälten die Füße und der Magen und so begannen wir den Rückweg. Am Placa del Mar und am Passeig Joan de Borbò fanden wir kleine Supermärkte, bei dem wir uns mit dem nötigsten eindeckten. Gegen 22:00 Uhr waren wir dann wieder im Hostal und vielen glücklich in unser Bett.