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Abbazia di San Fruttuoso di Capodimonte - Golfo Paradiso - Ligurien, Italien

Die kleine Abbazia di San Fruttuoso di Capodimonte liegt in der winzig kleinen Bucht von San Fruttouso mitten im Golfo Paradiso. Sie gehört zu der Gemeinde Camogli in der italienischen Provinz Genua.

Das Kloster ist nur mit dem Boot von Portofino oder Carmogli aus zu erreichen. Eine andere Möglichkeit ist die anstrengende, aber wunderschöne Wanderung am Hang des Monte di Portofino entlang. Der Weg beginnt an der Rückseite des Parkplatzes von Portofino mit einer ca. 200 m hohen langgezogenen Treppe.

Bereits im Jahre 259 n. Chr. soll die Abtei als Ruhestätte des Bischofs St. Fructousus von Tarragona gedient haben. Andere Quellen besagen jedoch, dass erst im Jahre 711 die Asche des spanischen Bischofs und Märtyrers St. Fructuosus durch den Bischof Prosperus hierher gebracht wurde, nachdem er die iberische Halbinsel auf der Flucht vor den maurischen Eroberern verlassen hatte. Im Jahre 713 gründete Prosperus in der Bucht ein Kloster, welches nach der Zerstörung im Jahre 984 durch Sarazenen glanzvoll wieder aufgebaut wurde und dann durch Gründung eines Benediktinerordens weiterbestand. Bald danach wurde es zu einem der glanzvollsten Kloster in ganz Ligurien.

Die dreischiffige Abtkirche und der dazugehörende Kreuzgang entstanden im 10. oder 11. Jahrhundert. Im Jahre 1275 ging die Anlage an die Familie Doria. Diese baute das Abthaus. In den nachfolgenden Jahren bis 1305 diente die Krypta der Familie Doria als Grabgelege. Im Jahre 1550 wurde der Wehrturm Torre dei Doria durch den genueser Admiral und Politiker Andrea Doria erbaut. Mit dem Rückgang des Glaubens verfiel die Anlage mehr und mehr bis die Abtei im 19. Jahrhundert durch heimische Fischer in kleine Wohnflächen augeteilt wurde.

1915 erlitt der Abtspalast schwere Erdbebenschäden wurde aber bald danach wieder renoviert. 1954 wurde zum Schutz der Taucher die Christusstatue Cristo degli abissi in der Bucht von San Fruttuoso versenkt.
Seit 1983 wird die Benediktinerabtei unter den architektonischen Schätzen des Fondo per l'Ambiente Italiano (FAI) geführt.

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